Der Familienname Mörike ist nicht (mehr) sehr häufig. Auf dieser Seite wird versucht, einiges zusammenzuführen, was im Laufe der Zeit auseinandergedriftet ist:
Eine relativ umfassende Darstellung gibt der 1975 erschienene 170. Band des Deutschen Geschlechterbuchs - Verlag A. Starke / Limburg a.d. Lahn
Eine weitere Zusammenstellung (angeblich) aller Telefonbucheinträge weltweit und aller Einwohnermeldeämter aus dem Jahr 1980 liegt ebenfalls vor und zeigt rund 200 Einträge mit dem Namen Mörike. Wie diese zusammengehören, geht daraus allerdings nicht hervor.
Um die Familie ein wenig zusammenzuhalten gibt es inzwischen eine eigene Website: Mörike-Familientag
Der
Name deutet darauf hin, dass aus Anlass des 200. Geburtstages von Eduard im
September 2004 ein Familientreffen in Marbach bei Stuttgart stattfinden wird.
Details - auch zur Anmeldung - können dort nachgelesen werden.
Geschichte der Familie
Die Familie Mörike, in welche der schwäbische Dichter-Pfarrer Eduard Mörike (1804 bis 1875) gehört, lässt sich urkundlich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, also in die Zeit lange vor dem 30-jährigen Krieg.
In der Gegend um Magdeburg lebte von etwa 1560 der Landwirt Andreas Mörike, der nach Havelberg übersiedelte und nach 1610 gestorben ist. Er gilt in der Familie Mörike als deren Stammvater. Ob nämlich jener Hans Mörike aus Sangershausen (ca. 1520 bis ca. 1580) sein Vater war und dessen Vater Hans Mörike (geboren etwa 1480, in Sangershausen 1513 erwähnt worden und nach 1513 gestorben) der Großvater des Mörike-Stammvaters Andreas Mörike war, lässt sich allenfalls vermuten, aber nicht mehr urkundlich sicher nachvollziehen.
Ganz sicher aber ist erstens, dass in der Gegend von Sangershausen heute noch etliche Bürger namens Mörike/Möricke/Moericke leben. Und zweites ist ebenfalls ganz sicher, dass der Urenkel des Mörike-Stammvaters Andreas Mörike aus Havelberg, nämlich der Apotheker Bartholomäus Mörike seit 1707 Hof- und Stadtapotheker in Neuenstadt (Kreis Heilbronn) gewesen ist. Damals kam also die anhaltinische Familie Mörike ins schwäbische Württemberg.
Der Dichter Eduard Mörike lebte somit in der 7. Generation nach dem Stammvater Andreas Mörike, also demnach in der 4. Generation der schwäbischen Familie Mörike in Württemberg.
In der Familie Mörike sind bis in die Gegenwart viele Ärzte, Apotheker und Pfarrer sowie Landwirte/Gutsverwalter und Musiker gewesen. Es ist mit einer gewissen Sicherheit anzunehmen, dass weltweit, hauptsächlich jedoch in Deutschland und hier schwerpunktmäßig in Süddeutschland einige hundert Namensträger Mörike/Möricke/Moericke leben Die Familie Mörike mit all ihren verschwägerten Familien und Abkömmlingen ist somit auch heute eine weitverzweigte und zahlenmäßig große Gemeinschaft.
Eine umfassende Darstellung über die Herkunft der Familie Mörike, über den Familiennamen sowie eine umfassende Genealogie der Familie Mörike ist in dem 1975 erschienenen 170. Band des „Deutsches Geschlechterbuch“ (Verlag von C. A. Starke, Limburg an der Lahn) enthalten. Diese Genealogie wurde erarbeitet von Dr. Klaus D. Mörike (1916 bis 1997), em. Prof. für Anatomie an der Universität Tübingen, der u.a. den in Medizinerkreisen bekannten „Atlas für Anatomie“ verfasst hat.
Klaus D. Mörike, 3. Generation nach dem Dichter, hat in den Jahren zwischen 1958 und 1974 mehrere Mörike-Familientage in Württemberg organisiert und durchgeführt, um die Zusammengehörigkeit der Mörike’s zu pflegen und die Genealogie zu aktualisieren. Einer seiner Söhne, Dr. Martin Mörike - der Bruder von Michael Mörike - , führt die Genealogie fort und bereitet für den Herbst 2004, also im Jahre der 200.sten Wiederkehr des Geburtstages von Eduard Mörike wieder einmal einen Mörike-Familientag vor. Näheres dazu ist der Website www.moerikefamilientag.business.t-online.de zu entnehmen.
Den 200.sten Geburtstag des Dichters greifen insbesondere die Städte Ludwigsburg (Geburtsort des Dichters) und Stuttgart (Sterbeort des Dichters) auf für Festprogramme zum Mörike-Jubiläum, wie in Kulturregion Stuttgart – Eduard Mörike nachzulesen ist. Aber auch andere württembergische Gemeinden sowie allerlei private Vereinigungenund Veranstalter, die sich der Tradition Eduard Mörikes verpflichtet fühlen, feiern 2004 bis in den September hinein besondere Mörike-Gedenkfeste. Im Schiller-National-Museum in Marbach/Neckar ist neben der ständigen Ausstellung Eduard Mörike ab September 2004 eine Sonderausstellung „Eduard Mörike und die Künste“ zu sehen.
Selbstverständlich existieren
viele Links zum Leben und zu den Werken des Dichters Eduard Mörike sowie Links
zu wissenschaftlichen Anbandlungen über den schwäbischen Dichter-Pfarrer Eduard
Mörike